Vom 26.03. bis zum 01.04.2021 nahm das Team der Ruhr-Universität Bochum an den Finalrunden des 28. Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot Courts teil. Aufgrund der anhaltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie fanden die Finalrunden nicht wie gewohnt in Wien, sondern virtuell statt. Dieses Jahr stellte das IDCR ihre Plattform für den Wettbewerb zur Verfügung.
Insgesamt 385 Teams aus 80 verschiedenen Jurisdiktionen schlüpften im Rahmen der viertägigen Vorrunde („General Rounds“) in die Rolle des Klägers und des Beklagten und stellten sich kritischen Fragen von Schiedsrichtern. Während Frau Paula Sophie Träger und Herr Leon Winkler am 26.03. und 27.03. gegen die Sastra Deemed University (Indien) und die Australian Catholic University (Australien) antraten, hatten Herr Leon Zurawski und Frau Paula Sophie Träger am 28.03. die Möglichkeit, gegen die University of Pavia (Italien) zu verhandeln. Am 29.03. mussten sich Herr Leon Winkler und Frau Paula Sophie Träger gegen die American University of Central Asia (Kirgistan) beweisen. Alle Teammitglieder konnten mit eindrucksvollen Leistungen überzeugen und wurden von den Schiedsrichtern gebührend belohnt.

Am 30.03.2021 kündigte Prof. Stefan Kröll im Rahmen eines YouTube-Livestreams diejenigen Teams an, die in der Vorrunde genügend Punkte gesammelt haben, um in die K.O.-Runde („Round of 64“) zu ziehen. Zum ersten Mal konnte sich die Ruhr-Universität Bochum für die Round of 64 qualifizieren und wurde dafür mit einer Honorable Mention für den Eric E. Bergsten Award ausgezeichnet.
Die Teammitglieder sind für diese außergewöhnliche Erfahrung äußerst dankbar. Trotz des virtuellen Rahmens kam der Austausch zwischen Studierenden und Anwälten aus der ganzen Welt nicht zu kurz, sodass viele internationale Kontakt geknüpft werden konnten. Daneben prägten der Erwerb rhetorischer Fähigkeiten und das individuelle Feedback die Teilnahme sehr. Dieses einmalige Erlebnis wird dem Team als Studienhighlight im Gedächtnis bleiben.
In diesem Sinne bedankt sich das Team nochmals bei allen Sponsoren, Unterstützern, Alumnus sowie Professor Fehrenbach und unseren Coaches, Max und Jessi, die uns dieses Erlebnis ermöglicht haben.
Am 19. und 20. März nahm das Vis Moot Team an dem letzten Pre-Moot vor den offiziellen Finalrunden in Wien teil. Dort verhandelte es gegen Teams aus St. Petersburg, London, Indien und Belgrad und konnte anhand des konstruktiven Feedbacks den Plädoyers den letzten Feinschliff geben.

Das Bochumer Team durfte vom 08. bis zum 12. März seine Fähigkeiten im Rahmen des virtuellen Shanghai Pre-Moots unter Beweis stellen. Auch hier bot sich den Studierenden die Möglichkeit, sich mit Jurastudierenden und Schiedsrichtern aus verschiedenen Ländern auszutauschen. In den Vorrunden bestritt das Team vier Verhandlungen gegen Teams aus Rotterdam, Renmin, Bayreuth und Shenzin. Hierbei konnte es genug Punkte sammeln, um sich aus über 60 teilnehmenden Teams für die anschließenden K.O.-Runden zu qualifizieren. Im Achtelfinale trat es gegen die National Law University of Delhi an, im Viertelfinale gegen die Moskau State Institute of International Relations. Im Halbfinale konnte sich das Team gegen die Dr Ram Manohar Lohiya National Law University durchsetzen und sich so für das live übertragene Finale gegen die University of Sydney qualifizieren. Dabei belegte es den zweiten Platz des Pre-Moots.


Die erste internationale Vorbereitungsveranstaltung stellte der Pre-Moot der Moot Academy aus Seoul dar, welcher vom 20. bis zum 28. Februar virtuell ausgerichtet wurde. Dort trat das Bochumer Team gegen verschiedene Teams aus Indien, den USA, Russland und Bosnien an und lernte dabei zahlreiche Schiedsrichter, Anwälte und Studierende kennen. Die Teilnahme war besonders aufschlussreich, da das Team erfuhr, wie angehende Juristen aus dem Common-Law-System den Fall betrachten. Von diesen Eindrücken und spannenden Verhandlungen profitierten die Bochumer Studierende sehr.
Das Vis Moot Team der Ruhr-Universität Bochum nahm am 08. und 09. Februar 2021 an der virtuell ausgerichteten 16th Annual Frankfurt Advocacy School teil, welche von der FMAA e.V. und Freshfields Bruckhaus Deringer LLP organisiert wurde. Neben mehreren Probeverhandlungen durften die Studierenden in Workshops und Sprachübungen ihre Verhandlungsfähigkeit verbessern. Trotz anfänglicher Scheu kamen die Teilnehmer in kleinen virtuellen Gruppenräumen, sogenannten Breakout Rooms, schnell ins Gespräch, sodass sie sich auf die Übungen einlassen konnten. Das im Workshop Erlernte konnte das Team in den darauffolgenden Verhandlungsrunden anwenden.
Die Advocacy School fand am Abend des 09. Februar ihren perfekten Ausklang einem „dinner und drinks“: Anwälte und Studierende hatten die Gelegenheit, sich mit einem zuvor nach Hause gelieferten „dinner“ und „drinks“ in Breakout Rooms kennenzulernen und sich zu unterhalten.
Wenige Tage nach der Schriftsatzphase nahm das Bochumer Team am 04. und 05. Februar 2021 am virtuellen DUSMoot teil. Dabei trat es gegen die Teams aus Mainz, München, Hamburg und Köln an. Die Studierenden mussten sich herausfordernden Fragen der Schiedsrichter stellen, doch die Teilnahme bereitete allen viel Freude. Auch wenn der PreMoot virtuell ausgerichtet wurde, mangelte es nicht an Social Events. So wurde am Abend des ersten Verhandlungstages ein Kochkurs veranstaltet, bei dem die Teams zeitgleich von zu Hause aus ein Hauptgericht und einen Nachtisch zubereiteten. Am darauffolgenden Tag erhielten die Studierenden im Rahmen eines von White & Case organisierten Speed-Datings die Möglichkeit, mit anderen Teams and Anwälten in Kontakt zu treten und sich auszutauschen.

Leon Winkler, Paula Träger, Negin Eskandari, Leon Zurawski
© RUB, Marquard
Vom 04. bis zum 07. April 2020 nahm das Team der Ruhr-Universität Bochum an den offiziellen Finalrunden des 27th Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot Courts teil. Aufgrund der sich ausbreitenden Covid-19 Pandemie konnte die offizielle Veranstaltung in Wien leider nicht stattfinden, um eine weitergehende Gefährdung der Anreisenden auszuschließen. Trotzdem sollte es den Studierenden ermöglicht werden, Ihre in monatelange Vorbereitung und harter Arbeit erstellten Plädoyers präsentieren zu können. So entschieden sich die Organisatoren des 27th Vis Moots das erste Mal in der Geschichte des Moots dafür, den Wettbewerb im Rahmen von Online-Pleadings durchzuführen.
Über die Plattform „Immediation“ konnten die teilnehmenden Teams via Video-Konferenz gegeneinander antreten. Den Teams wurde im Vorfeld die Gelegenheit gegeben, sich über ein Webinar mit der Plattform auseinanderzusetzen. Während des Wettbewerbes wurden verschiedene virtuelle „Rooms“ mit spezifischen „Case Numbers“ erstellt, die den Beteiligten von den Organisatoren zugesendet wurden. Mit diesen „Case Numbers“ konnten die Schiedsrichter, Teammitglieder und Coaches am Pleading von Ihren Computern Zuhause aus teilnehmen.
Insgesamt traten in „Virtual Vienna“ 248 Teams aus aller Welt an. Bei dem fünftätigen Event hatte jedes Pleading-Duo des Bochumer Teams jeweils zweimal die Möglichkeit, sein Können zu beweisen und monatelang gesammeltes Feedback in die Tat umzusetzen. Louisa Marie Beddies und Omar Ljubovic traten gegen PUC Minas Gerais (Brasilien) und Monash University (Australien) an. Linnea Djurberg und Grischa Noah Jost mussten sich gegen die Universitäten aus Paris III (Frankreich) und Tiflis (Georgien) beweisen. Trotz der außergewöhnlichen Umstände und einiger technischer Schwierigkeiten haben beide Teams eindrucksvolle Vorträge gehalten und sind mit exzellenten Leistungen und lobendem Feedback aus dem Wettbewerb gegangen.
Das Team ist sehr dankbar dafür, dass die Vis Moot Organisatoren trotz der Coronavirus-Pandemie sehr kurzfristig eine Alternative geschaffen haben und die Möglichkeit der Teilnahme an Online Hearings bestand. Obwohl die Bochumer Studierenden nicht die Möglichkeit hatten, die klassischen Moot-Erfahrungen in Wien zu sammeln, konnten die Mitglieder ihre rhetorischen und fachlichen Fähigkeiten deutlich verbessern und wurden in Argumentationstechnik und Quellenarbeit geschult. Es bot sich die einmalige Gelegenheit, Anwältinnen und Anwälte, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, sowie Studierende aus aller Welt kennenzulernen. Der Moot Court wird den Teammitgliedern daher als Highlight ihres Studiums im Gedächtnis bleiben und die gewonnenen Erfahrungen und Kenntnisse werden sie bei ihrer weiteren juristischen Karriere begleiten.
Am 10. und 11. März 2020 durfte das Team der Ruhr-Universität am Pre-Moot in St. Petersburg teilnehmen.
Am ersten Tag fand eine interaktive Podiumsdiskussion zu einigen ausgewählten Themen des diesjährigen Falls statt. Am darauffolgenden Tag trat das Team gegen die Luigi Boconi University, die Russian State University of Justice, sowie die HEC Paris in Probepleadings an.
Das Team konnte sich für das anschließende Finale gegen die Vienna University of Economics and Business qualifizieren, bei dem es den zweiten Platz des Pre-Moots erreichte. Frau Louisa Marie Beddies erhielt außerdem eine besondere Ehrung, da sie bei ihrem Pleading gegen das Team aus Paris die höchste Punktzahl, die im gesamten Wettbewerb vergeben wurde, erreicht hatte.
Das Team hatte außerdem die Gelegenheit, die Stadt näher kennenzulernen und besuchte unter anderem die Kunstsammlung Eremitage.
Das Bochumer Team nahm vom 6. bis 8. März am 6th Sofia PreMoot teil. Der Pre-Moot begann mit einer Konferenz, bei der Vorträge zu den unterschiedlichen rechtlichen Problemen des diesjährigen Falls besprochen und diskutiert wurden.
In den folgenden zwei Tagen trat das Team aus Bochum insgesamt zehn Mal an und musste sich gegen die Universitäten aus Sofia, Paris, Skopje, Marseille und Maribor beweisen.
In den Abendstunden gab es zahlreiche Möglichkeiten für ein vertieftes Networking, welches den Austausch zwischen den Teilnehmern der zahlreichen Universitäten förderte.